Im Zeichen des Steinmetz
| Steinmetzarbeiten bestehen meist aus geometrischen Konstruktionen, Maßwerken, Profilierungen, Torbögen, Fensterleibungen, Filialen, Kreuzblumen und vielem mehr. Anhand von geometrischen Zeichnungen, Plänen und Schablonen erarbeitet der Steinmetz millimetergenau sein Werkstück. Steinmetzarbeiten findet man häufig an alten Kirchen und Gebäuden. Jeder Steinmetz an einer Dombauhütte oder Münsterbauhütte bekommt nach der Lehrzeit sein Steinmetzzeichen. Es ist in seiner Form auch geometrisch gehalten. Meist besteht das Steinmetzzeichen aus dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens oder zusätzlich auch aus dem Anfangsbuchstaben des Vornamens. Neben den Buchstaben ist das Steinmetzzeichen auch mit einem Kreuz oder dem Handwerkszeichen der Steinmetze kombiniert. | ![]() |
| Jedes Zeichen wird an der Dom- oder Münsterbauhütte schriftlich festgehalten und nur einmal vergeben. Wenn ein Steinmetz seine Stellung wechselt, so behält er sein Steinmetzzeichen bei und verwendet es an seiner neuen Stelle an der nächsten Dom- oder Münsterbauhütte weiter und wird dort unter diesem selben Zeichen im Archiv registriert. Wozu dient das Ganze überhaupt? Mit seinem Steinmetzzeichen versieht jeder Steinmetz seine Werkstücke am Ende der Arbeit an diesem Stück. Dadurch kann man auch noch nach Jahrzehnten bei der nächsten Restaurierung feststellen, welcher Mitarbeiter der Hütte diesen Stein damals gehauen hat. |
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